Wachsfresser ganz günstig selbst bauen

Glasfaserdocht für Wachsfresser

Kennt Ihr Wachsfresser? Eventuell kennt ihr die Teile ja unter dem Namen “Schmelzfeuer”!? Und vielleicht wisst Ihr dann ja auch, dass diese recht teuer sind?

Wachsfresser DIY

Schon seit langer Zeit wollte ich so einen Wachsfresser nachbauen. Im Netz gibt es ja bereits einige Anleitungen dazu.  Diese Anleitungen habe ich mir zu Gemüte geführt und mich letztendlich für die Variante aus Kupferrohren entschieden.

Allerdings hatte ich überhaupt keine Lust, die Rohre zu zerschneiden oder anderweitig zu bearbeiten. Darum bin ich in den Baumarkt gefahren und habe ein Stündchen vor dem Regal mit den Kupferrohren verbracht.

Schließlich habe ich mir dann für meinen Wachsfresser ein kleines Sortiment von Kupferrohr-Verbindungsstücken und-Winkeln mitgenommen.

Kupferrohre für Wachsfresser

Darüber hinaus hatte ich mir online noch einen passenden Glasfaserdocht bestellt. ( Alternativ wäre Glaswolle möglich gewesen )

Kupferrohre und Glasfaserdocht

Die Kupferteile habe ich dann – wie auf dem Foto erkennbar – zusammengesetzt. Zuerst habe ich ein Ende des Dochts aufgedröselt, die Fasern geteilt und durch das T-Stück gefädelt.

Kupferrohr-Stücke mit Glasfaserdocht

Ich habe die Kupferrohr-Stücke so gewählt, dass das Endstück nach oben hin weiter wird.

Wachsfresser Anleitung

Der “Fuß” des Wachsfressers besteht aus dem T-Stück und mindestens einem Winkelstück auf jeder Seite – besser wären jedoch jeweils zwei, für mehr Standfestigkeit!

Fädelt die Winkel über die Glasfasern und steckt sie an das T-Stück. Nun müßt Ihr den Docht am oberen Ende noch abscheiden – etwa ein/zwei Zentimeter über dem Kupferrohr… und das war’s dann auch fast schon.

Jetzt schnappt Euch Eure Wachsreste und lasst sie im Wasserbad schmelzen.

Wachsfresser für Wachsreste

Als Behälter für den Wachsfresser habe ich einen Metalltopf gewählt – ein Ton-Topf erschien mir zu unsicher, wegen der doch recht hohen Temperatur des Wachses.

Den Docht habe ich anschließend in das flüssige Wachs gestellt – und gemerkt, dass es besser gewesen wäre, hätte ich noch jeweils einen weiteren Winkel an jeder Seite eingebaut…

Wachsfresserin the making

Da ich aber überhaupt keine Lust hatte, dass Ganze von vorne zu beginnen, habe ich mir anderweitig beholfen und die Vorrichtung einfach mit Kieselsteinen beschwert. Hat immerhin den Vorteil, dass der Wachsfresser nun ziemlich standfest ist. 😉

burn baby burn

Und dann kommt der spannende Teil: das Anzünden!

Es funktioniert. Ganz wunderbar sogar! Es ergibt eine ordentliche und ziemlich windresistente Flamme.

Ihr könnt nach und nach weitere Wachsreste in den Wachsfresser schmeißen. Ihr müßt nur darauf achten, dass der Wachspegel unterhalb des herausschauenden Dochtes bleibt.

Wachsfresser füttern

Wachsfresser für draußen

Ich habe den Wachsfresser draußen in eine Steinschale gestellt, damit das flüssige Wachs im Fall der Fälle nur in die Schale läuft. Sicher ist sicher!

In diesem Sinne, hier noch mal der ausdrückliche Hinweis, dass Ihr Euren Wachsfresser nur unter ständiger Aufsicht brennen lasst! Ebenso empfehle ich – aufgrund der Rauchentwicklung – diesen nur draußen zu benutzen.

Wenn Ihr den Wachsfresser löschen wollt, dann bitte keinesfalls Wasser darüber gießen oder pusten, sondern einfach einen Topfdeckel auf den Eimer drücken, bis die Flamme erlischt, den Rauch abziehen lassen und dann den Deckel sicherheitshalber eine Zeit lang darauf liegen lassen.

DIY Wachsfresser

Wenn man berücksichtigt, dass ich von dem Glasfaserdocht nur etwa 10 cm benötigt habe, hat mein Wachsfresser nicht mal 10,- € gekostet. Außerdem war er viel schneller zusammengebaut, als ich eigentlich dachte.

Da ich gerade in der dunkleren Jahreszeit unheimlich oft Windlichter anzünde und andauernd dicke Wachsreste habe, die ich ansonsten wegschmeißen würde, freue ich mich riesig, dass ich jetzt meinen DIY Wachsfresser damit füttern kann.

Kleiner Tipp: falls er mal nicht “anspringen” sollte, müßt Ihr ihn einfach wieder einige Zeit im Wasserbad erhitzen bis das Wachs geschmolzen ist. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber der Anblick kann sich wirklich sehen lassen, oder?

 

Wachsfresser DIY

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachwerkeln und viele gemütliche Stunden mit Eurem Wachsfresser,

Dana

 

Hinweis: das Nachbauen und Betreiben dieses Wachsfressers geschieht gänzlich auf eigene Gefahr. Offenes Feuer sollte niemals unbeaufsichtigt gelassen werden. Für eventuelle Schäden, Verletzungen oder Ähnliches durch Nachbau und/oder Betreiben des hier gezeigten DIY’s übernehme ich keinerlei Haftung!

 

 

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